Vergleich der Stellungnahmen zum Kraftwerkssicherheitsgesetz (KWSG)

Am 28. November 2024 haben verschiedene Verbände ihre Stellungnahmen zum Referentenentwurf des Kraftwerkssicherheitsgesetzes (KWSG) eingereicht. Hier ein strukturierter Vergleich der Positionen von VIK (Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) und dem Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne). Vergleichende Analyse der Kernpositionen Aspekt VIK DUH SFV bne Grundsätzliche Haltung Begrüßt das KWSG grundsätzlich, fordert aber Nachbesserungen Kritisch, sieht fundamentale Probleme Grundsätzlich ablehnend Lehnt zentralen Kapazitätsmechanismus ab H2-Ready-Vorgaben Kritisiert starre Umstellungsfrist nach 8 Jahren als nicht praktikabel Sieht technische Machbarkeit kritisch Fordert festes Umstellungsdatum 2030 statt relativer Fristen Bevorzugt F&E-Förderung statt Ausschreibungen Ausschreibungsvolumen Kritisiert zu geringe Mengen, besonders für Norddeutschland Hält Mengen für zu niedrig Bewertet Ausschreibungsmengen als “mutlos” - CCS-Option Befürwortet CCS-Option Lehnt CCS als Scheinalternative ab Lehnt CCS strikt ab - Südbonus Kritisiert mögliche Benachteiligung des Nordens - - - Sicherheitsleistungen Fordert deutliche Reduktion von 150€/kW - Kritisiert hohe finanzielle Hürden für kleine Akteure - Zentrale Unterschiede Die Stellungnahmen zeigen deutliche Unterschiede in der Grundausrichtung:...

Lesezeichen - Neue Impulse in der Energiepolitik (FDP BW, 2024)

Das Positionspapier der FDP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg kritisiert die aktuelle Energiepolitik und fordert neue Impulse. Die FDP bemängelt hohe Strompreise und fordert das Ende der Förderungen für erneuerbare Energien zugunsten marktbasierter Energiebedingungen. Eine technologieoffene Energienutzung, einschließlich Kernenergie, wird vorgeschlagen. Die Partei strebt ein ganzheitliches Energiekonzept mit einem Ausbau von Erzeugungskapazitäten, Netzen und Speichern an, und sieht Fracking als Teil der Lösung. Sie kritisiert fehlende Konzepte und mangelhaften Netzausbau, was die Energiewende behindert, und fordert private Investitionen und weniger Bürokratie....

Lesezeichen - Wege zu einem klimaneutralen Energiesystem (Fraunhofer ISE, 2024)

Die Fraunhofer-Studie analysiert den Übergang Deutschlands zu einem klimaneutralen Energiesystem bis 2045 und betont die strategische Rolle der Bundesländer. Verschiedene Szenarien wie „Technologieoffen“, „Effizienz“, „Beharrung“ und „Robust“ werden untersucht, um Herausforderungen und Strategien für Dekarbonisierung, Effizienzsteigerungen und erneuerbare Energien zu identifizieren. Der Einsatz von Wasserstoff und Power-to-X-Technologien ist von zentraler Bedeutung, wobei erneuerbare Energien und ein flexibles Stromsystem entscheidend sind. Die Studie hebt die Notwendigkeit des Ausbaus der Windenergie und der Photovoltaik hervor, um den Energiemix zu diversifizieren und Versorgungssicherheit zu gewährleisten....

Wasserstoff als Schlüssel zur Energiewende – Chancen und Herausforderungen

Am 25. September 2024 hat der Ausschuss für Klimaschutz und Energie des Deutschen Bundestages in einer öffentlichen Anhörung einen bedeutsamen Gesetzentwurf zur Beschleunigung der Verfügbarkeit von Wasserstoff diskutiert. In Anbetracht der drängenden Klärung von Fragen zur Energiesicherheit und Klimaneutralität hat der Entwurf das Potenzial, einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende in Deutschland zu leisten. Doch wie realistisch sind die ambitionierten Ziele der Bundesregierung und welche Auswirkungen hat der Gesetzesentwurf auf die Bürger?...

Wasserstoffbeschleunigungsgesetz – Ein Meilenstein für die Energiewende

Am 28. Juni 2024 hat der Bundestag das Wasserstoffbeschleunigungsgesetz erstmals beraten. Mit diesem Gesetzentwurf möchte die Bundesregierung die Grundlage für den schnellen und effektiven Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft schaffen. Die Bedeutung dieses Gesetzes für die Energiewende und für die Bürger in Deutschland kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Relevanz von Wasserstoff für die Energiewende Wasserstoff gilt als Schlüsseltechnologie für die Dekarbonisierung der Energie- und Mobilitätssektoren. Er bietet nicht nur eine Möglichkeit, die Industrie und den Verkehr umweltfreundlicher zu gestalten, sondern auch eine große Chance zur Speicherung und zum Transport von erneuerbaren Energien....

Deutschlands Weg zum Kohleausstieg bis 2030:Status, Pläne und Herausforderungen

Deutschland steht am Scheideweg einer großen energiepolitischen Transformation. Die Bundesregierung hat das ehrgeizige Ziel, sich bis 2030 von der Kohleverstromung zu verabschieden. Parallel dazu läuft der Atomausstieg. Diese beiden Prozesse erfolgen vor dem Hintergrund einer Energieversorgung, die jahrzehntelang auf Kohle- und Atomkraft basierte. Dieses Vorhaben wird durch eine gewisse Investorenskepsis begleitet, da trotz eines offensichtlichen Bedarfs an Transformation unklar bleibt, wie die Bedingungen für neue Gaskraftwerke ausgestaltet werden. Ziel bis 2030 Abschluss des Kohleausstiegs Durch den Ausstieg aus der Kohle bis 2030 möchte Deutschland nicht nur die Versorgungssicherheit aufrechterhalten, sondern auch seine Klimaziele erreichen....