Im Rahmen des BlogAdvent 2024 stellen wir jeden Tag einen Bundespolitiker am Morgen und einen Verband/Organisation am Nachmittag vor.

In der Welt der deutschen Politik gibt es einige Namen, die untrennbar mit der Energiewende und dem Engagement für erneuerbare Energien verbunden sind. Einer dieser Namen ist Michael Kellner, geboren am 8. Mai 1977 in Gera. Als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz hat er sich als zentraler Akteur in der Gestaltung der deutschen Energiepolitik etabliert. Doch wer ist dieser Mann, der sich so leidenschaftlich für eine nachhaltige Zukunft einsetzt?

Von Gera nach Berlin: Ein Lebenslauf voller Engagement

Michael Kellner wuchs in Gera auf und entschied sich nach seinem Abitur für ein Studium der Politikwissenschaften. Seine akademische Reise führte ihn nach Potsdam, Canterbury in Großbritannien und East Lansing in den USA. Diese internationalen Erfahrungen prägten zweifellos seine Weltsicht und sein politisches Engagement.

Im Oktober 2013 trat Kellner eine bedeutende Rolle an: Er wurde Politischer Bundesgeschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen. Diese Position hielt er bis Januar 2022 inne und war damit Mitglied im Bundesvorstand der Partei. In dieser Funktion war er maßgeblich an der Entwicklung und Umsetzung grüner Politik beteiligt, insbesondere im Bereich der Energiewende.

Seit 2021 ist Michael Kellner Mitglied des Deutschen Bundestages. Im Dezember desselben Jahres wurde er zum Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz ernannt. In dieser Rolle ist er direkt in die Entwicklung und Umsetzung von energiepolitischen Maßnahmen involviert, die für die Stromversorgung, erneuerbare Energien, das Stromnetz und die Rahmenbedingungen für Stadtwerke zentral sind.

Ein Blick auf seine politischen Aktivitäten

Michael Kellner ist nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis ein engagierter Politiker. Nach der Bundestagswahl 2021 nahm er an der Klausurtagung der Grünen-Bundestagsfraktion in Merzhausen teil, um die Koalitionsverhandlungen vorzubereiten. Er war Gast bei “Maischberger. Die Woche” im Ersten und diskutierte über die Ergebnisse der Bundestagswahl 2021. Auch bei der Wahlparty der Grünen im Berliner Stadtteil Kreuzberg war er präsent, um das Wahlergebnis zu kommentieren.

Seine Präsenz in den Medien zeigt, dass Kellner nicht nur hinter den Kulissen arbeitet, sondern auch aktiv in die öffentliche Diskussion eingreift. Bei “Anne Will” im Ersten diskutierte er über die Themen Klimaschutz und Soziale Gerechtigkeit im Wahlkampf. In der “Elefantenrunde” der öffentlich-rechtlichen Sender vertrat er die Positionen der Grünen vor der Bundestagswahl 2021.

Engagement für eine atomfreie Zukunft

Als Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen setzt sich Michael Kellner konsequent für eine atomfreie Zukunft ein. Die Partei hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 eine 100% erneuerbare Stromversorgung zu erreichen und alle Atomkraftwerke abzuschalten. In einem Interview mit dem Magazin STERN im Mai 2021 betonte Kellner, dass Atomkraft keine Lösung für die Klimakrise sei und dass die Grünen auf erneuerbare Energien setzen, um die Klimaziele zu erreichen.

Der Ausbau des Stromnetzes und die Digitalisierung der Energiewirtschaft

Michael Kellner ist ein starker Befürworter des Ausbaus des Stromnetzes, insbesondere im Hinblick auf die Integration erneuerbarer Energien. Er betont die Bedeutung eines starken und effizienten Stromnetzes für das Gelingen der Energiewende und spricht sich für eine beschleunigte Planung und Umsetzung von Stromautobahnen aus. Gleichzeitig mahnt er an, die Akzeptanz der lokalen Bevölkerung durch Beteiligung und transparente Kommunikation zu gewährleisten.

Auch die Digitalisierung der Energiewirtschaft ist für Kellner ein zentrales Thema. Er betont die Bedeutung der Digitalisierung für die Energiewende und spricht sich dafür aus, die Chancen der Digitalisierung stärker zu nutzen. Dazu gehört die Stärkung von Open Source und Open Data, um Innovationen zu fördern, sowie die Weiterentwicklung von Smart Grids und Smart Metering, um die Energieerzeugung, -speicherung und -verteilung effizienter zu gestalten.

Stromspeicher und E-Mobilität

In einem Interview mit der Zeitschrift Photovoltaik im Jahr 2020 sprach Michael Kellner über die Bedeutung von Stromspeichern für die Energiewende. Er betonte, dass Stromspeicher unverzichtbar seien, um fluktuierende erneuerbare Energien wie Solar- und Windenergie zu puffern und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Er unterstrich das Engagement von Bündnis 90/Die Grünen für den Ausbau von Speichertechnologien, insbesondere von Batteriespeichern und Power-to-X-Lösungen.

Auch in Sachen E-Mobilität ist Kellner ein engagierter Befürworter. Er betonte, dass die Elektromobilität gefördert und ausgebaut werden müsse, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Dabei plädiert er für einen ganzheitlichen Ansatz, in dem E-Mobilität Teil einer nachhaltigen Mobilitätsstrategie ist, die auch den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und die Förderung des Fahrradverkehrs umfasst.

Fazit

Michael Kellner ist ein Politiker, der sich mit Leidenschaft und Engagement für eine nachhaltige Zukunft einsetzt. Seine Arbeit als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz und seine langjährige Erfahrung als Politischer Bundesgeschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen machen ihn zu einem zentralen Akteur in der deutschen Energiepolitik. Seine Vision einer atomfreien, erneuerbaren Stromversorgung und sein Einsatz für den Ausbau des Stromnetzes und der Digitalisierung der Energiewirtschaft zeigen, dass er ein Politiker ist, der nicht nur redet, sondern auch handelt.

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